Pfad: /Home /Spezifisches/Malawi/

Malawis richtig vergesellschaften

Tipps, um die Malawisee-Buntbarsche dauerhaft gesund zu erhalten...

Wer beabsichtigt, Malawisee-Cichliden zu pflegen, stößt schnell an gewisse Grenzen:
Welche Fische passen zusammen?

Diese Frage ist berechtigt, wenn man sich Malawis besorgt, sie in ein gut vorbereitetes Becken einsetzt und nach und nach den Einen oder Anderen aus der Gruppe vermisst! Die Gründe liegen zum Einen im Agressions-Potenzial, zum Anderen an grundsätzlich falscher Ernährung. Zusammenfassend teilt man die Fische des Malawi-See in 2 Gruppen ein: Mbuna und Non-Mbuna.

Ein weiteres, vieldiskutiertes Thema sind Vergesellschaftungen mit Guppy & Co:
Aus eigener Erfahrung weiß ich zu berichten, dass meine (damaligen) noch jungen Barsche mit etwa 8 - 10 cm Gesamtlänge erwachsene Guppy´s in wenigen Minuten zerrissen haben. Ich hatte geplant, Guppys als Futterspender für Lebendtiere im Malawi-Becken zu halten.

Gruppe der Mbuna:

Ca. 98% sind Aufwuchsfresser, die mit "normalem" Fischfutter schnell an Leber-Verfettung erkranken können.
Sie fressen vorzugsweise Algenbewuchs und darin lebende Kleinstkrebse oder sonstige Tierchen - einige wenige Melanochromis-Arten sind Jungfischjäger!

Sie sind in und um Felsformationen lebend! Mbuna sind meist agressiver als die Non-Mbunas!

Diese Gruppe beinhaltet kleinere Arten, die sehr gut in kleinen Becken ab (300 Liter) gepflegt werden können!

Gruppe der Non-Mbuna:

.. sind Allesfresser, die alles (je nach heimatlichem Biotop) fressen (Insektenlarven, Mollusken, Algenbewuchs), zum Zweiten gibt es hier reine Fischjäger.

Sie sind im Freiwasser und an Rand-Zonen lebend.

Non-Mbuna sind etwas ruhiger als Mbunas, wobei es auch hier zu heftigen und auch tödlichen Auseinandersetzungen kommen kann (u.A. siehe Ernährung). In Aquarienhaltung kann es passieren, dass das eine Becken "funktioniert", im Anderen mit demselben Besatz geht es garnicht: der Grund liegt u.A. an der Becken-Einrichtung oder am Fisch selbst!!

Diese Gruppe beinhaltet größer werdende Arten, die Becken ab 400 Liter benötigen (aus eigener Erfahrung sind 500 Liter absolute Untergrenze!!!), wenn man die Endgröße bedenkt (durchschnittlich etwa 20-25 cm, sogar 35!!)

!
Auf die Frage, ob man denn Goldfische und Barsche in einem gemeinsamen Becken Pflegen kann - gebe ich ein klares: NEIN!

Hotel Bayern

Seitenanfang