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Farben der Fische
Wenn man in die Malawi-Wasserwelt schaut, entdeckt man die Fische in metallisch blauen oder violetten Glanz, in vielen Farbvarianten von gelb zu rot über violett und viele andere Tönungen. Hier beginnt das Thema der Pigment,- und Strukturfarben.
Farben, die metallisch-blau schillern und die je nach Lichteinfall etwas variieren, sind Strukturfarben. Diese reflektieren das Licht (Sonnenlicht oder Kunstlicht) je nach der Oberflächenbeschaffenheit des "Trägers" immer etwas anders von gold zu grün bis hin zu stahlblau usw..
Strukturfarben werden durch eingelagerte, zum Teil bewegliche Plättchen aus Kristallen in der Haut oder in den 'Iridophoren' (spezielle Zellen) erzeugt. Diese Kristalle bestehen bei fast allen Fischen aus Guanin. Die unterschiedlichen Struktur-Farben der Fische werden durch 3 verschiedene Typen an Strukturfarben erzeugt:
° Werden alle Farben voll reflektiert entsteht weiß,
° blau enstetht durch den Tyndall-Effekt, der Starhlendes Licht zurück reflektiert. (~ Streuung von elektromagnetischen Wellen an sphärischen Objekten, deren Durchmesser in etwa der Wellenlänge der Strahlung entspricht Wikipedia.org)
° und die schillernden , irisiernden Farben (je nach Lichteinfall-Winkel erkennbare Farben = Champsochromis caeruleus) entstehen durch Interferenzen (beschreibt die Überlagerung von zwei oder mehr Wellen nach dem Superpositionsprinzip, d. h. durch Addition der Amplituden, nicht der Intensitäten Wikipedia.org). Sie tritt bei allen Arten von Wellen auf, also Schall, Licht, Materiewellen, usw.) an Schuppenstrukturen und/oder Haut
Pigmentfarben hingegen sind chemische Verbindungen, eingelagert in den oberen Hautschichten der Fische.
Jede eigene Fischart hat nun spezielle arttypische Ausrichtungen der Farbpigmente (um es verständlich zu schreiben), welche jede Fisch-Art für sich variiert erstrahlen lässt.
Die Ausprägung der Pigmentfarben wird stark von der Nahrung beeinflusst. So gibt es Futtermittel im Handel, die einen hohen Anteil an Astaxanthin und/oder Carotinoide tragen, die einigen Fischen einen extrem roten Farbton geben. Fehlt dieses Futter über einige Zeit, wird der Fisch wieder seine natürliche Farbe annehmen.
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Beim Kauf von sehr roten Fischen sollte man nach dem gereichten Futter fragen, jedoch wird verkaufsstrategisch nicht jeder Züchter oder Händler diese Form der Manipulation freiwillig eingestehen.
° In der Malawi-Szene gibt es den bekannten Aulonocara Firefisch, der aus eigener Erfahrung eher Schweinchen-rosa mit mehr oder weniger roten Bereichen gefärbt ist bekommt er kein 'Farbfutter'mehr verabreicht!
° morphologischer Farbwechsel: Nun sind die Jungfische oft anders gefärbt als die Elterntiere (zumindest deutlich anders als die späteren prachtvoll schillernden Männchen), welches durch Hormone gesteuert wird. Dieser Farbwechsel ist langwierig und meist nicht umkehrbar (ireversibel).
° physiologischger Farbwechsel: Ein Fisch in Krankheit oder Erregung, in anderer Stimmung als in "Ruhestellung" also, variiert seine Farbmuster durch Verschieben der Farb-Pigmente, gesteuert durch Impulse der Nervenbahnen. So kann auch im Aquarium beobachtet werden, dass ein eben noch schön gelb angelaufener Körper von 'Protomelas st. taiwan reef' sogleich ein Karo-Muster auf violett/gelb Untergrund trägt. Hat dieser sich rasch umgezogen? Die Hormona veranlassten die Farben, variiert stark zu dominieren!