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Richtige Ernährung
Viele Aquarianer können es kaum glauben, wenn ich ihnen sage, dass einige Fische mit großer Begeisterung Gemüse fressen.
So füttere ich zum Beispiel Gurke, Zucchini, Wassermelone oder sonstiges. Einige der Obst,- und Gemüsearten werden bevorzugt (Zuccini, Eisbergsalat-herzen, Gurke, Melone rot, Blattspinat) hingegen andere (Papaya, Banane oder andere Melonenarten) eher nur mal so nebenbei angebissen. Selbst rohe Kartoffel, speziell wegen der Welse, bekommen meine Pfleglinge.
Barsche fressen auch gerne mal toten Fisch - hier einen Kopf der roten Meer-Barben, an der sich ein L144-Wels festgebissen hat. Wichtig ist nur, dass die Fisch-Stückchen nicht zu lange im Aquarium bleiben, da ansonsten das Wasser "umkippen" kann!
Die Fische in ihrer natürlichen Heimat "See" sind weitgehend den ganzen Tag lang auf Nahrungssuche und fressen somit kleine bis kleinste Häppchen vom Morgen bis zum Dunkelwerden. Fisch fressende Arten dagegen einmal einen recht großen Brocken und dann wiederum länger nichts. Nach diesen Gesichtspunkten sollte die Fütterung unserer Pfleglinge im Aquarium oder Teich erfolgen...
Viele Aquarianer füttern meist einmal täglich eine satte Portion (aus Zeitmangel oder eben einmal täglich), was durchaus zur Folge haben kann, dass die Fische erkranken, sich Parasiten im Verdauungstrakt ansiedeln oder sonstige Erkrankungen auftreten können. In Folge dieser Fütterungsmethode können unsere Fische in Aquarienhaltung vorzeitig sterben!
Das soll heißen: so oft als möglich Kleinstmengen an Fischfutter mit soviel Abwechslung als möglichverabreichen!
Es empfiehlt sich, ältere Tiere 3 bis 5 mal täglich und Jungfische noch öfter Nahrung anzubieten! Auch sind Futterpausen (1 Tag/Woche ) empfehlenswert.
Ein weiterer Aspekt ist Abwechslung der Futtersorten: die täglichen Futtergaben mit immer derselben Sorte würden auf Dauer langweilig. Auch im See fressen Fische ja auch nicht nur "Wasserflöhe". Der Vergleich zu uns Menschen macht es einfacher: Wer hat schon Lust, jeden Tag Schnitzel und Pommes zu verzehren, über Monate oder Jahre hinweg. Da ist schon mal ein Blatt Salat oder ein Nudelgericht ein echter Hingucker!
Mein persönlicher Futterplan sieht so aus: als Hauptfutter Trockenfutter renomierter Hersteller (weiteres dazu weiter unten) neben Frostfutter. Dieses jedoch sehr sparsam verabreichen, da zuviel an tierischem Eiweiß das gefürchtete "Malawibload" verursachen kann! Lebendfutter regt den Jagdtrieb an und Gemüse wie Gurke oder Salatblättchen sind willkommene Knabbereien. Ein Stück Gurke mit 5 cm längs halbiert zum Beispiel wird innerhalb eines halben Tages bis auf die Schale abgeknabbert! Auch gibt es ein größeres Stück Fischfilet (roh) ins Becken, an dem sich meine Fische auslassen können. Jedoch sehr selten und bleibt nicht den ganzen Tag im Wasser, da dies nur das Aquarienwasser zu stark belasten würde.
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So und nun an´s füttern: Die Fische schwimmen in Scharen herbei sobald auch nur eine Person an das Becken tritt, springen halb aus dem Wasser, sobald die Hand über das Aquarium fährt.
Was ist passiert?
Unsere Aquarien-Insassen sind durch das jeweilige Nahrungsangebot ihrer Heimatgewässer sowie den Brutphasen, in denen sie sogut wie nichts zu sich nehmen können, von der Natur so konfiguriert, dass sie in Zeiten von Nahrungsknappheit oder Brutpflege ihren Stoffwechsel verlangsamen und sind hierbei in der Lage, Energiereserven aus den Fettspeichern des Körpers zu holen und verspüren dabei KEIN HUNGERGEFÜHL!
Dagegen in Zeiten von Nahrungsüberfluss wird gefressen im Übermaß, die Energiereserven aufgefüllt und in dieser Zeit habe sie HUNGER!
Kurz:
Wenig Futter - kein Hungergefühl
Viel Futter - Hungergefühl
Eine geniale Anpassung durch die Evolution!
Für uns Aquarianer gibt es also Anzeichen der richtigen Fütterung: bedeutet das gierige Verschlingen des Futters ÜBERFÜTTERUNG, so sind Fische mit gelassener Futteraufnahme RICHTIG ernährt - das jeweilige richtige Maß muss der Halter selbst herausfinden!