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Zu aller-erst


Viele Leute kaufen sich ein Aquarium, die Fische nach Gefallen und wundern sich, dass es nichts wird und die Fische nach und nach eingehen .(so einem Freund passiert, der so 300 Euro in den Sand setzte!)

So geht es richtig und sicher:
Zuerst sind die Wasserwerte des jeweiligen Wasserversorgers wichtig, diese sind meist online abrufbar. Wichtig wären da:
PH-Wert, Karbonathärte °kH), Gesamthärte (°dH), Leitfähigkeit (µS)

Nach diesen Wasserwerten sollte man die Fische auswählen, denn ein Fisch findet die besten Bedingungen in einem Wasser, welches dem Seines Ursprungsgewässers am nächsten kommt. So sollte man nicht unbedingt Fische aus einem harten Wasser in saurem und/oder weichem Wasser pflegen wollen. Oft ist dann die Lebensdauer nicht so hoch, der Fisch nicht so vital wie eigentlich und kränkelt eher...
Auch sollten die Fische zueinander passen je nach Ernährungsspezialisierungen, Temperament und Größe... und ... und ... und...

Und weiter: Nach den vorausgewählten Fischen sollte man das Aquarium bzw. dessen Größe wählen.

!Beachte: das Becken kann nie zu groß sein! Einige Fischarten benötigen zum Beispiel sehr viel Schwimmraum, andere weniger, auch ist die funktionierende Biologie (das Zusammenspiel von Bakterien, Mikroorganismen und Fischbesatz... ) in einem gößeren Gefäß stabiler.

Jedoch sei warnend erwähnt, dass ein großes Aquarium sein Gewicht mit sich bringt: je nach Bodengrund, Wassermenge und Eigengewicht des Glases!

Nach der Beckengröße sollte der Filter ausgewählt werden. Faustregel: Duchflussmenge des Filters = dreifache des Beckeninhaltes innerhalb einer Stunde!

In einem Aquarium entwickeln sich zwangsläufig Bakterien, die die Abfallstoffe, welche immer zugegen sind, "beseitigen" oder "umwandeln". So entstehen z.B. durch die Ausscheidungen der Fische für die Fische lebensgefährliche Gifte (Ammonjak), welche durch die Bakterien zu "Nichtgiften" verarbeitet werden. Pflanzen sterben zudem ab und belasten durch den natürlichen Verfall ebenfalls das Wasser! Genauere Angaben dazu sind unter Nitritpeak nachzulesen.

Weiter ist die Beleuchtung ein wichtiger Bestandteil für die Aquaristik:
Wer Pflanzen in sein Becken einbringt, benötigt zwangsweise eine Beleuchtung, denn die Pflanzen benötigen für die Photosynthese ausreichend Licht. Auch ist die Beleuchtung entscheidend für das erwünschte oder gefürchtete Algenwachstum in der Aquarienwelt! Die zu pflegenden Fische selbst benötigen nicht unbedingt dies künstliche Licht, leben sie doch meist in tieferen Gewässern, wo nur noch ein fahler Schein hingelangt.
Jedoch spielt die richtige Beleuchtung zum Hervorheben der Farben eine große Rolle: so sind die Fische in einem einfach beleuchteten Becken eher langweilig und unscheinbar, beginnen sie mit entsprechender Spezialbeleuchtung an richtig zu "strahlen".

Ein Heizstab ist unumgänglich, senkt sich doch die Temperatur des Nachts erheblich ab oder schwanken die Temperaturen im Laufe der Jahreszeiten auch unabhängig von der Raum-Heizung.
Krankheiten können darufhin entstehen, dass z.B. sich die Schwimmblase entzündet und daraufhin der Fisch nur noch im Wasser "hängt".

Hat man dann neben den Netzen, Thermometern ... das ganze Zeugs beisammen muss geklärt werden, wohin mit dem Becken:
Fensternähe scheidet aus, denn da würden zu viele Algen wuchern und die Scheiben sind im NU "zugegrünt"!

Und dann kann es losgehen... Wasser rein - 2 bis 3 Wochen stehen lassen, damit sich die ersten Bakterien bilden können (Siehe Nitritpeak) - und dann so nach und nach!! ..die Fische besorgen, denn nach der Fischmenge bilden sich die oben erwähnten Entgifter. Soll heißen erstmal 2 Welse rein, 1 Woche warten, dann die nächsten... Ein Geduldsspiel beginnt.

Natürlich gibt es auch Bakterienkulturen zu kaufen, doch viele Aquarianer raten davon ab. Ich "impfe" meine neu erworbenen Becken mit dem Filterschlamm aus einem laufenden Filter/Filtermatte und kann SOFORT nach dem Befüllen die Fische einsetzen!

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