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Allgemeine Beckeneinrichtung
   

Verwendbare Materialien:
Steine
Holz
Muschelschalen und Schneckengehäuse
Der Bodengrund
Künstliche Materialien
Der Beckenhintergrund


Bei Gestein ist es wichtig, daß dies kein Gift freisetzt oder die Wasserchemie negativ verändert wird! Auch ist zu beachten, daß Kanten und Flächen (wie etwa bei Lavagestein oder Gestein aus dem Baustoffhandel) scharfkantig sein kann und sich somit die Beckenbewohner arg verletzen können! Marmor zum Beispiel enthält Spuren von Arsen und kann dieses in´s Wasser abgeben. Andere enthalten Kalk und erhöhen möglicherweise den GH-Wert im Aquarium.

 
Zoofachgeschäfte bieten eine Reihe von aquaristisch unbedenklichen Gesteinen an, die die Wasserchemie nicht verändern. Empfehlenswert ist es, echte Steine einer Art/Sorte/Struktur zu verwenden, da dies harmonischer wirkt. Werden Steine aufgestapelt, sollte man darauf achten, dass sie nicht verrutschen! Besser größere "Solitärsteine" verwenden. Dies sieht auch optisch reizvoller aus, als wenn das halbe Aquarium mit einem wirren Haufen ´Geröll´ belagert wird! Auch untergraben einige Fischarten Steinhaufen, was zur Folge haben kann, dass eine ungesicherte Konstruktion einstürzt.
Achtung: es gibt auch "Fälschungen" von Gestein im Zoo-Fachhandel: Zum Beispiel der Regenbogenstein (Regenbogen Calsilica, Aztekenstein)! Beim Regenbogenstein handelt sich um ein seit wenigen Jahren im Handel befindliches sythetisches Mineralgemenge, das einen bunt gebänderten Halbedelstein nachahmt. Er besteht zum überwiegenden Teil aus Calcit und Kunstharz, welches durch Beigabe von Hämatit, Coelestin sowie blauen und gelben künstlichen Farbpigmenten gefärbt wird. Um diese Mineralienfälschung zu vermarkten wurden auch Fotos von angeblichen Abbaustätten in Umlauf gebracht. (Quelle: http://www.mineralienatlas.de/)


Holz
sollte nur in Süß- und Brackwasseraquarien Verwendung finden. Für Meerwasseraquarien ist Holz nicht geeignet.
Das traditionelle Holz für Aquarien sind Moorkienwurzeln. Sie sind die Überreste toter Baumwurzeln und Äste, die tausende von Jahren in Mooren unter Luftabschluss lagerten. Sie sind besonders geeignet für Aquarien mit weichem Wasser und geben zudem Gerbstoffe frei, die das Aquarium-Wasser etwas bernsteinfarben färben. Empfehlenswert ist zudem, das Holz über zwei Wochen zu wässern.
Alternativ werden mittlerweile auch eine Reihe anderer Holzarten angeboten. Dazu zählt so genanntes Savannenholz, das kaum Farbstoffe an das Aquarienwasser abgibt und meist eine interessante Rosettenstruktur aufweist. Jati-Holz ist dem Mangrovenholz sehr ähnlich, das eine Vielzahl von Höhlen aufweisen kann und sich besonders bei der Pflege von Süßwassergarnelen bewährt hat. Mangrovenholz ist dagegen ein sehr weiches Holz, das von Welsen gerne abgeraspelt wird: die darin enthaltene Zellulose benötigen die Welse zu ihrer Verdauung.

Muschelschalen und Schneckengehäuse:
Eine Reihe von Fischarten wie beispielsweise die Schneckenbuntbarsche aus dem Tanganjika-See Ostafrikas nutzen Schneckengehäuse und Muschelschalen als Lebensbereich. Im Süßwasseraquarium können dafür die Gehäuse von Weinbergschnecken alternativ angeboten werden. Sie sollten vor einer Verwendung im Aquarium jedoch ausgekocht werden.


Der Bodengrund erfüllt mehrere Aufgaben:
er dient den Pflanzen als Halt für die Wurzeln und ist Besiedlungsfläche für Bakterien, die das Wasser für die Fische erst lebendfähig machen. Mikroorganismen leben im Bodengrund und dienen den Fischen zum Teil als Nahrung, die den Sand mit dem Maul aufnehmen und durch die Kiemen filtern. Der Bodengrund ist auch optischer Blickfang in Verbindung mit weiterer Dekoration (Gesteinsaufbauten und Bepflanzung). Zu beachten ist hier, dass der Sand den Ansprüchen der Aquarienfauna angepasst wird! Soll heißen: kein scharfkantiger Bodengrund wie etwa Sand oder Kies aus einem Kieswerk! Spezieller Aquarienkies mit der richtigen Korngröße sei hierbei angeraten! Diesen gibt es in vielen Farben und Körnungen. Weißer Quarzsand ist jedoch nicht zu empfehlen, da dieser durch die Reflexion der Aquarienbeleuchtung die Fische scheu und schreckhaft macht! Unter eingeschalteter Beleuchtung wird das Licht fast blendend zurückgeworfen!

Künstliche Materialien:
Nahezu alle typischen Dekorationsmaterialien werden heute auch aus künstlichen Materialien angeboten. Dazu zählen künstliche Pflanzen, die kaum noch von echten zu unterscheiden sind. Sie eignen sich vor allem für Aquarien, in denen Fische gehalten werden, die Pflanzen ausgraben oder als Nahrung betrachten.
Auch Gestein und Hölzer werden imitiert und es gibt einige Hersteller hierfür, jedoch auf eigene Anfragen zu den verwendeten Inhaltsstoffen schweigen sich die Hersteller aus...


Nicht zuletzt der Beckenhintergrund...
Bei vielen im Aquarium gepflegten Lebewesen trägt es zu deren Wohlbefinden bei, einen dunklen Hintergrund anzubieten. Dazu kann die Aquarienrückseite dunkel angestrichen oder mit Schieferplatten besetzt werden. Optisch verleiht dies dem Aquarium mehr Tiefe. Auch Foto-Folien werden im Fachhandel angeboten, welche Ausschnitte aus einigen Lebensbereichen unter Wasser zeigen. Diese werden hinter dem Aquarium befestigt und können bei Bedarf ausgetauscht werden.
Daneben gibt es im Fachhandel Hintergrund-Aufbauten, die meist aus Polyurethan bestehen (Kunstharze oder andere Kunststoffe). Sie werden vor dem Befüllen des Aquariums in das Aquarium geklebt. Halt bietet ihnen zudem die Kiesschicht sowie Steine und der Wasserdruck. In der Meerwasser-Aquaristik verwendet man oft künstliche Riff-Keramiken, die den Eindruck einer Felswand hervorrufen. Sie haben Höhlen, Verstecke und Vorsprünge, auf die man Korallen setzen kann. Die am Anfang neue weiße Riff-Keramik wird schnell mit einem Biofilm, mit Kalkalgen und sessilen Nesseltieren überwachsen und ist nach einigen Monaten nur noch schwer von natürlichem Riffgestein zu unterscheiden.

afrikanisches Lochgestein:


jugoslavisches Lochgestein:

weiteres diverses Lochgestein:




Lochgestein im Plattenform:

Pagoden-Sandstein:

Pagodensteine:

Schiefer in verschienen Sorten/Arten:

Savannenholz:

Hotel Bayern

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